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Station 11 : St. albani Kirche

hier findet ihr die nächste Station:

Der Geist erscheint

"Die St.-Albani-Kirche – die mochte ich immer. Ein Ort voller Geschichten, manche verschwiegen, andere schamlos sichtbar. Ihre Ursprünge? Verschwommen, irgendwo in der Dunkelheit der Vergangenheit. Kaiser Otto I.? Der heilige Bonifatius? Wahrscheinlich nichts weiter als Legenden, mit denen man sich schmückt. Sicher ist nur, dass sie als Dorfkirche von Gutingi existierte, lange bevor Göttingen zu einer Stadt wurde. Später kümmerte sie sich um eine kleine Gemeinde außerhalb der Stadtmauern. Die erste urkundliche Erwähnung? 1254. Aber ihr wahres Alter? Weit davor. Daran gibt es keinen Zweifel.

Diese Kirche hat Stürme überlebt – buchstäblich. 1762, während des Siebenjährigen Krieges, zerstörte die Explosion eines Pulverturms sie schwer. Die Gewölbe und Mauern hielten stand, aber unversehrt? Keine Chance. Nach dem Krieg wurde sie renoviert. Die alte Sakristei an der Nordseite verschwand, und an ihrer Stelle kam ein klassizistischer Kanzelaltar. Ein Symbol des ständigen Wandels – oder vielleicht einfach nur pragmatische Resignation.

Ich suchte oft die Stille dieser Kirche. Die gotischen Gewölbe, 1467 von Meister Jacob von Worms vollendet, schienen mir Trost zu spenden. Der Doppelflügelaltar von 1499 – ein wiederentdecktes Rätsel der Zeit – zog mich magisch an. Doch diese Rückzüge hatten ihren Preis. Es war mein Stolz, der mich glauben ließ, ich müsse alles allein tragen. Immer allein. Heute sehe ich klarer: Genau dieser Stolz war auch meine größte Schwäche.

Die Kirche hat eine Botschaft, die sie flüstert – oder schreit, wenn man genau hinhört: Harmonie ist nicht die Abwesenheit von Brüchen. Es ist die Fähigkeit, sie zu verbinden, aus Zerstörung etwas Neues zu formen. Tretet etwas zurück und schaut auch die Kirche. In der Fassade des Hauptschiffes findet ihr noch die Spuren der Vergangenheit. Legt euren Kopf auf die linke Schulter und kneift ein Auge zu. Erkennt ihr die drei Ziffern, von der Fassade bis unter die Fenster vom Turm? Was für eine Zahl seht ihr? Kommt uns doch von gerade eben noch bekannt vor..."

Und schon war er wieder weg.

Spielhinweis

Ihr seid die Spieler und eure Aufgabe ist es nun, die Prüfungen des Geistes von Carl Friedrich Gauß zu bestehen. Löst ihr das Rätsel am Ende jeder Station, erhaltet ihr ein Lösungswort, mit dem ihr die nächste Seite auf der Homepage öffnen könnt. Seht euch genau in der Umgebung um und achtet auf die Worte des Geistes. Klickt auf die Bilder, um sie zu vergrößern oder sie auf eurem Handy aufzuziehen – so entdeckt ihr mehr Details. Geöffnete Bilder schließt ihr mit dem kleinen Kreuz oben in der Ecke. Um zur nächsten Station zu gelangen, klickt auf das Feld "Lösung". Achtet bei der Eingabe darauf, dass sich am Ende des Wortes kein Leerzeichen befindet, da dies als Fehler gewertet wird.

Ende Station 11