Station 4 : Lichtenberg
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Der Geist erscheint
"Das da hinter uns? Das ist das alte Rathaus. Falls euch langweilig ist, könnt ihr drinnen Quatsch von mir kaufen. Aber davor steht das Gänseliesel. Der Göttinger Brauch ist simpel: Jeder frischgebackene Doktorand muss das Gänseliesel küssen. Klingt romantisch? Na ja, es ist offiziell eine Ordnungswidrigkeit. Aber Tradition und Gesetz? Die stehen bekanntlich auf Kriegsfuß. Vergesst die Gans. Der hier, der war wichtiger: Georg Christoph Lichtenberg. Mein Lehrer. Ein Mann, den man nicht so schnell vergisst – außer man hat ein bemerkenswertes Talent für Ignoranz.
Lichtenberg war der erste deutsche Professor für Experimentalphysik, und er hat dieser Disziplin Leben eingehaucht wie kaum ein anderer. Scharfsinnig, humorvoll, ein Naturforscher, Mathematiker und, weil ihm das nicht reichte, auch noch ein begnadeter Schriftsteller. Seine „Sudelbücher“ – ja, das ist wirklich der Name – sind ein literarischer Schatz. Wer sie liest, bekommt ein Fenster in einen Geist, der Grenzen nur kannte, um sie zu sprengen.
1777 entdeckte er die Lichtenberg-Figuren – diese faszinierenden baumartigen Muster, entstanden durch elektrische Entladungen. Eine Entdeckung, die unser Verständnis von Elektrizität vertiefte und mit der er so die Bipolarität der Elektrizität nachweisen konnte. Und obwohl er mit einer Wirbelsäulenverkrümmung geschlagen war, ließ er sich davon nicht bremsen. Er reiste nach England, knüpfte Kontakte zu den Größen seiner Zeit und blieb immer ein Mann von Welt. Ein bisschen beneidenswert, oder?
Sein Vermächtnis ist riesig. Aber für mich bleibt er vor allem eines: ein Lehrer, der bewies, dass Wissenschaft mehr ist als Zahlen und Formeln – sie ist Leben. Ich hätte mir das gerne ein paar Scheiben von abgeschnitten, aber ich selber habe das Unterrichten gehasst.
Achtung aufgepasst!
Ja, zuhören, nicht in der Nase bohren! Für euch klingt das jetzt kompliziert, ist es aber nicht:
Zerlegt man das Geburts- und das Sterbejahr Lichtenbergs in einzelne Ziffern bekommt man 8 Zahlen heraus. Wir nehmen diese 8 Zahlen und addieren und subtrahieren sie. Nur in welcher Reihenfolge? Am besten so, wie Lichtenberg auf die Welt geschaut hat und die Zeichen lesen würde: von links nach rechts und von oben nach unten."
Damit verschwindet er hinter dem Standbild.
Spielhinweis
Ihr seid die Spieler, die nun versuchen müssen, die Prüfungen des Geistes von Carl Friedrich Gauß zu lösen. Knackt ihr das Rätsel am Ende jeder Station, erhaltet ihr ein Lösungswort, mit dem ihr die nächste Seite auf der Homepage öffnen könnt. Seht euch genau in der Umgebung um und achtet auf die Worte des Geistes. Klickt auf die Bilder, um sie zu vergrößern oder sie auf eurem Handy aufzuziehen – so entdeckt ihr mehr Details. Geöffnete Bilder schließt ihr mit dem kleinen Kreuz oben in der Ecke. Um zur nächsten Station zu gelangen, klickt auf das Feld "Lösung". Achtet bei der Eingabe darauf, dass sich am Ende des Wortes kein Leerzeichen befindet, da dies als Fehler gewertet wird.
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