Station 6 : Auditorium
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Der Geist erscheint
"Ja, ja, ihr macht das schon. Aber ihr seid mir zu langsam.
Nicht rumzappeln jetzt, schaut: Das Auditoriengebäude der Georg-August-Universität, errichtet zwischen 1862 und 1865 – zu meiner Zeit wäre so etwas undenkbar gewesen. Doch im Rückblick war es eine logische Konsequenz des Wachstums der Universität. Es war eines der ersten Gebäude, die außerhalb des alten Stadtwalls entstanden – eine Erweiterung, die man schon zu meinen Lebzeiten ins Auge fasste. Aber, wie so oft, überholte die Realität die Ideen. Planung ist eben das eine, Umsetzung das andere.
Architektonisch beeindruckt die Präzision: drei Flügel, Werksteinfassaden im hannoverschen Rundbogenstil, ein Mittelrisalit mit Freitreppe als imposanter Eingang. Das Material – Buntsandstein, Muschelkalk und Tuffstein – zeugt von einem fast pedantischen Anspruch an Ästhetik und Beständigkeit. Ein Kompliment an die Bauingenieure. Die Medaillons mit Reliefs berühmter Gelehrter und die Figuren am Mittelrisalit? Eine Hommage an die geistigen Größen der Universität, in der, irgendwo zwischen all den Köpfen, auch ich verewigt bin. Großartig. Fast schon bescheiden.
Doch eines hat eine düstere Bedeutung: das Kriegerdenkmal vor dem Gebäude. 1924 eingeweiht, erinnert es an die 748 Universitätsangehörigen, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind. Ich habe keine Kriege erlebt – zu jung für die Napoleonischen und schon lange tot, als Europa im Flammenmeer des Weltkriegs versank. Aber diese schmerzhafte Tragik ist unverkennbar. Die Skulpturengruppe, die einen gefallenen Kameraden trägt, trifft ins Mark. Und ja, ich bin ehrlich gesagt froh, das alles nicht erlebt zu haben. Manches Leid ist schwer genug, selbst aus sicherer Distanz zu ertragen.
Aber lasst uns genauer hinschauen:
Wie viele Männer sind dort zu sehen?
Sucht diese Zahl als Ziffer in einer anderen Zahl auf dem Sockel und diese ganze Zahl ist die Lösung."
Damit entschwindet der Geist.
Spielhinweis
Ihr seid die Spieler, die nun versuchen müssen, die Prüfungen des Geistes von Carl Friedrich Gauß zu lösen. Knackt ihr das Rätsel am Ende jeder Station, erhaltet ihr ein Lösungswort, mit dem ihr die nächste Seite auf der Homepage öffnen könnt. Seht euch genau in der Umgebung um und achtet auf die Worte des Geistes. Klickt auf die Bilder, um sie zu vergrößern oder sie auf eurem Handy aufzuziehen – so entdeckt ihr mehr Details. Geöffnete Bilder schließt ihr mit dem kleinen Kreuz oben in der Ecke. Um zur nächsten Station zu gelangen, klickt auf das Feld "Lösung". Achtet bei der Eingabe darauf, dass sich am Ende des Wortes kein Leerzeichen befindet, da dies als Fehler gewertet wird.
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