Station 8 : Deutsches Theater
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Der Geist erscheint
"Ah, das Deutsche Theater Göttingen – errichtet 1890, nachdem das alte Stadttheater einem Feuer zum Opfer fiel. Ich war da längst tot und hatte mit der ganzen Sache also nichts zu tun. Aber sagen wir’s, wie es ist: Die Architektur von Gerhard Schnitger spiegelt die Ambitionen der Stadt wider, sich als kulturelles Zentrum zu profilieren. Selbst Otto von Bismarck, ja, der Bismarck, hat sich für die Finanzierung starkgemacht. Die Eröffnung mit Schillers Wilhelm Tell – ein Stück über Freiheit und Menschlichkeit – war mehr als nur eine nette Geste. Es war ein Statement.
Theater ist, nüchtern betrachtet, eine der ältesten Formen der Wissensweitergabe. Genauer gesagt: Das Geschichtenerzählen ist es. Hier, auf dieser Bühne, versuchen die Schauspieler alles – in der Hoffnung, dass es das Publikum bewegt. Und ich... ich weiß gar nicht, ob ich überhaupt erfolgreich war... mit... habe ich immer alles gegeben? In der Wissenschaft sicher, ja, da war ich unermüdlich. Aber beim Weitergeben? Da war ich schon eher geizig. Vieles konnte ich ja auch nicht weitergeben. Es war ja noch nicht fertig... unvollendet, nicht perfekt genug. Perfektion – mein ewiger Antrieb... aber vielleicht auch mein größter Fluch.
Aber zurück zum Theater. Es hat, wie alles, einen ständigen Wandel durchlebt. 1984 war es zu klein, also hat man es mit dem markanten Glasfoyer zum Wall hin erweitert. Architektonisch ein mutiger Schritt, den man nicht übersehen kann. Aber die wahre Stärke dieses Hauses liegt nicht in Stein oder Glas, sondern in den Menschen, die es mit Leben füllen. Namen wie Heinz Hilpert oder Götz George stehen für die großen Zeiten dieses Hauses, für Momente, in denen die Bühne zur Welt wurde.
Theater – wie die Wissenschaft – ist letztlich nichts anderes als eine Bühne. Eine Bühne, auf der die Wahrheit gespielt, geteilt und – wenn man Glück hat – auch verstanden wird.
Ich hab jetzt Hunger. Wo gibt es hier denn was zu Essen? Und dann sucht bitte zwei Terme (ein Term ist ein mathematischer Ausdruck, der Zahlen, Variablen und Rechenzeichen enthalten kann (und jetzt soll noch einer behaupten, ich wäre ein schlechter Lehrer)). Setzt diese Terme gleich und bestimmt den Wert von X.
Für Kinder ausgedrückt oder Erwachsene, die sich wie Kinder benehmen:
Hier irgendwo, wo es zum Essen geht sind zweimal Zeichen mit Buchstaben und Zahlen. Wenn diese Zeichen das Gleiche bedeuten sollen, welche Zahl muss dann anstelle des X stehen?"
Damit entschwindet Gauß mit einem Kopfschütteln.
Spielhinweis
Ihr seid die Spieler, die nun versuchen müssen, die Prüfungen des Geistes von Carl Friedrich Gauß zu lösen. Knackt ihr das Rätsel am Ende jeder Station, erhaltet ihr ein Lösungswort, mit dem ihr die nächste Seite auf der Homepage öffnen könnt. Seht euch genau in der Umgebung um und achtet auf die Worte des Geistes. Klickt auf die Bilder, um sie zu vergrößern oder sie auf eurem Handy aufzuziehen – so entdeckt ihr mehr Details. Geöffnete Bilder schließt ihr mit dem kleinen Kreuz oben in der Ecke. Um zur nächsten Station zu gelangen, klickt auf das Feld "Lösung". Achtet bei der Eingabe darauf, dass sich am Ende des Wortes kein Leerzeichen befindet, da dies als Fehler gewertet wird.