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Station 5 : St. Jacobi

hier findet ihr die nächste Station:

Der Geist erscheint

"Die St.-Jacobi-Kirche in Göttingen – mit 72 Metern ragt ihr Turm in den Himmel, das höchste Gebäude der Altstadt. Aber lassen wir die Romantik beiseite: Das hier ist nicht nur Stein und Geschichte. Ich sehe Mathematik. Jede Linie, jede Kurve, jede Lastverteilung – reine Berechnung. Ohne Geometrie und Statik? Würde das hier bestenfalls als Steinhaufen enden.

Der Bau begann 1361, ein Mammutprojekt, das Generationen von Baumeistern an ihre Grenzen brachte. Vom ersten Chor über das Langhaus bis zum Turm, 1433 vollendet – ein Denkmal für Mathematik und Ingenieurskunst, das den Test der Zeit bestanden hat.

Und das Fachwerk oben am Turm? Nun, selbst die beste Berechnung schützt nicht vor der Launenhaftigkeit der Natur. Am Sonntag nach Weihnachten 1555 schlug der Blitz ein. Der Turm ging in Flammen auf, die Glocken stürzten glühend zu Boden. Was übrig blieb? Das äußere Mauerwerk. Eine provisorische Fachwerkhaube wurde draufgesetzt – und blieb. Nicht jeder fand das ansprechend: Mein Lehrer Lichtenberg bezeichnete den Turm mit gewohnt scharfer Zunge und in feinstem Latein als „penis gottingensis“. Treffsicher, wie immer.

Innen wartet ein Ensemble aus Geschichte und Handwerkskunst: der gotische Flügelaltar, neugotische Umgestaltungen, Restaurierungen des 20. Jahrhunderts. Alles ein System, das an Zahlen und Formen orientiert ist – und trotzdem Ästhetik atmet.

Und dann die Orgeln und Glocken: Schwingungen, Frequenzen, Resonanz – ohne Physik undenkbar. Diese Kirche ist kein bloßer Ort des Glaubens. Sie ist ein Denkmal dafür, wie Wissenschaft und Handwerk, Kalkulation und Kunst Hand in Hand gehen können. Mathematik, lebendig in Stein und Klang.

Streben nach Perfektion! Ermöglicht durch die Weitergabe von Wissen, von Alten zu Jungen. Wie es immer war – und immer sein sollte.

Jetzt testen wir Eure Beobachtungsgabe:

1. Zählt alle Figuren in diesem Portal.

2. Verdoppelte diese Zahl.    (x 2)

3. Addiert nun 10 dazu.    (+10)

4. Dividiert das Ergebnis durch 2.    ( ÷ 2)

5. Subtrahiert jetzt die Zahl der Figuren.    (-X)

6. Multipliziert das Ergebnis mit 4.    ( x 4)

7. Zum Schluss addiert 3.    (+3)


Das Ergebnis ist die Lösung."

Damit entschwindet der Geist.

Spielhinweis

Ihr seid die Spieler, die nun versuchen müssen, die Prüfungen des Geistes von Carl Friedrich Gauß zu lösen. Knackt ihr das Rätsel am Ende jeder Station, erhaltet ihr ein Lösungswort, mit dem ihr die nächste Seite auf der Homepage öffnen könnt. Seht euch genau in der Umgebung um und achtet auf die Worte des Geistes. Klickt auf die Bilder, um sie zu vergrößern oder sie auf eurem Handy aufzuziehen – so entdeckt ihr mehr Details. Geöffnete Bilder schließt ihr mit dem kleinen Kreuz oben in der Ecke. Um zur nächsten Station zu gelangen, klickt auf das Feld "Lösung". Achtet bei der Eingabe darauf, dass sich am Ende des Wortes kein Leerzeichen befindet, da dies als Fehler gewertet wird.


weiterführender link

Homepage der Kirchengemeinde

Ende Station 5