Station 2: Gauß-Weber-Denkmal
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Der Geist erscheint
"Immerhin, die dümmsten sind mir hier nicht untergekommen.
Aber jetzt hierzu: Das Gauß-Weber-Denkmal – enthüllt 1899, ganze 44 Jahre nach meinem Tod – ist eine durchaus interessante Angelegenheit. Es zeigt Wilhelm Weber und mich, angeblich gleichaltrig. Eine charmante kleine Lüge, die Ferdinand Hartzer, der Bildhauer, offenbar für künstlerisch vertretbar hielt. Die Realität? Als wir 1833 die erste elektromagnetische Telegrafenverbindung entwickelten, war ich 56, Weber gerade mal 29. Ein doch recht beachtlicher Unterschied, den Hartzer offensichtlich ignorierte. Aber gut, das Denkmal fängt immerhin einen wahren Kern ein: unsere produktive Zusammenarbeit. Wobei ich hinzufügen möchte, dass ich das Unterrichten nie sonderlich schätzte – aber in Weber fand ich einen Geist, der es wert war, die Wissenschaft zu teilen.
Das Denkmal selbst zeigt mich – natürlich sitzend – mit dem Draht des Telegraphen in der Hand. Der Draht ist inzwischen verschwunden, vermutlich von irgendeinem kleinkriminellen Banausen entwendet. Neben mir steht Weber, in der typischen Haltung eines Zuhörers: fragend, lauschend. Hartzer hat hier keine Zweifel gelassen, wer der Bedeutendere von uns beiden war. Und doch – man muss es richtigerweise sagen – wäre ohne Webers jugendliche Begeisterung und seine Fähigkeiten dieser Durchbruch wohl kaum möglich gewesen.
Weber war übrigens ein Mann mit Prinzipien. 1837 stellte er sich mit den Göttinger Sieben gegen den Verfassungsbruch von König Ernst August. Eine mutige Entscheidung, die ihn zunächst den Job kostete. Er ging nach Leipzig, kehrte später aber zurück, als sich die Zeiten änderten. Ab 1860 war er sogar Ehrenbürger der Stadt – wie schnell sich die Winde doch drehen.
Unsere erste Telegrafenverbindung war übrigens nicht einfach nur ein technisches Spielzeug. Sie überspannte die Dächer Göttingens bis 1845 und war die Grundlage für Euer Dingsda in eurer Hand. Wir konnten mit Lichtgeschwindigkeit Nachrichten schicken und haben damit letztlich die Welt verändert..
So, und jetzt zeigt mal, wie klug ihr seid: Die Lichtgeschwindigkeit beträgt: 299 792 458 m/s. Ein Stern ist 4 Lichtjahre entfernt. Wie lange braucht das Licht von ihm zur Erde?“
Damit verblasst lächelnd der Geist.
Spielhinweis
Ihr seid die Spieler, die nun versuchen müssen, die Prüfungen des Geistes von Carl Friedrich Gauß zu lösen. Knackt ihr das Rätsel am Ende jeder Station, erhaltet ihr ein Lösungswort, mit dem ihr die nächste Seite auf der Homepage öffnen könnt. Seht euch genau in der Umgebung um und achtet auf die Worte des Geistes. Klickt auf die Bilder, um sie zu vergrößern oder sie auf eurem Handy aufzuziehen – so entdeckt ihr mehr Details. Geöffnete Bilder schließt ihr mit dem kleinen Kreuz oben in der Ecke. Um zur nächsten Station zu gelangen, klickt auf das Feld "Lösung". Achtet bei der Eingabe darauf, dass sich am Ende des Wortes kein Leerzeichen befindet, da dies als Fehler gewertet wird.
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