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Station 12 : Kochbrunnenplatz

hier findet ihr die letzte Station:

Der Geist erscheint

„Am Kochbrunnenplatz endet alles. Das Herz der Thermalquellen Wiesbadens. Heißes Wasser, das seit Jahrtausenden aus der Tiefe steigt, voller Mineralien, voller Leben. Ein gesellschaftlicher Treffpunkt für Kurgäste aus aller Welt. Hier trank man das heilende Wasser, promenierte durch die Kolonnaden oder saß in den umliegenden Cafés und Restaurants.

Schaut es euch an, wie es vor Hitze dampft. Ihr könnt das Wasser noch immer direkt aus einem der vier Hähne probieren – wenn sie den besonderen Geschmack nicht scheuen. Alexander wohnte hier und lockte mich, für eine letzte Aussprache hierher. Ich dachte, ich hätte gewonnen. Dass er mich, durch den Brief freigeben müsse. Ich hatte ihn in die Enge getrieben, genau da, wo ich ihn haben wollte.

Und doch…

Er war ruhig. Zu ruhig. Er lächelte, schenkte mir ein Glas ein. Ich trank – wie ich immer trank.

Dann kam das Brennen. Erst ein Prickeln, dann eine Kälte, die sich in mir ausbreitete, wo Hitze hätte sein sollen.

Er setzte sich neben mich, nahm meine Hand. „Ich habe dich geliebt“, sagte er. „Nicht die Gräfin. Nimmt den Glimmer. Nicht die Lügen. Ich habe Dich, Luise, geliebt. Deine scheue verletzliche Art, Dein Verstecken und nicht zugeben können. Deine Ängste und auch Deine Verachtung. Deine Arroganz. Deinen unersättlichen Hunger nach Leben. Dein Nachdenken und Hadern, aber auch deine unbändige Freude und dein Ja-Schrei zum Erkunden und neuem Erleben.

Aber ich bin ein schwacher Mensch und zu klein für dich. Und wenn ich dich nicht haben kann, so soll es niemand.

Bitte verzeih.“

Seine Hand glitt an seinen Mantel. Ein letzter Zug seines Atems, ein letzter Blick.

Dann fiel der Schuss.

Er brach vor mir zusammen.

Ich spürte, wie mein Herz langsamer schlug. Wie die Welt dunkler wurde. Und zum ersten Mal in meinem Leben – oder vielleicht in meinem Tod – verstand ich es.

Vielleicht hätte ich geliebt werden können. Vielleicht hätte ich mich nie verstecken müssen.

Vielleicht hatte er mich wirklich gesehen.“

Sie schweigt.

Dann sagt sie langsam: „Ich hatte meinen Pfad verloren, für mein ganz eigenes Spielfeld. Jetzt trete ich einen Schritt zurück, senke den Kopf in Demut und sehe ihn wieder klar vor mir. Viele Wege miteinander verwoben bis in die Unendlichkeit. Um das Wasser herum. Seht ihr ihn auch und könnt das Spiel zu Ende führen? Dann beweist es und addiert alle Zahlen von Anfang bis zum Ende, die auf dem Weg liegen.“

Damit verschwindet sie im Dampf.

Spielhinweis

Ihr seid die Spieler, die nun versuchen müssen, die Prüfungen des Geistes von Lulu zu lösen. Knackt ihr das Rätsel am Ende jeder Station, erhaltet ihr ein Lösungswort, mit dem ihr die nächste Seite auf der Homepage öffnen könnt. Seht euch genau in der Umgebung um und achtet auf die Worte des Geistes. Klickt auf die Bilder, um sie zu vergrößern oder sie auf eurem Handy aufzuziehen – so entdeckt ihr mehr Details. Geöffnete Bilder schließt ihr mit dem kleinen Kreuz oben in der Ecke. Um zur nächsten Station zu gelangen, klickt auf das Feld "Lösung". Achtet bei der Eingabe darauf, dass sich am Ende des Wortes kein Leerzeichen befindet, da dies als Fehler gewertet wird.

Ende Station 12